Übersetzungen Raum 17 / 68

Raum 17 · ADHS II

Arbeitszeugnis

Arbeitet unstrukturiert. Hält Zeitvorgaben nicht ein.

Außenansicht
Bild zu „Im eigenen Takt“ mit der Liedzeile: Ich mach die Ordnung zum Gebet. Doch je mehr ich sie bewahre, desto mehr zerfällt das Jetzt.

So steht es draußen geschrieben. Dahinter liegt, was es ist.

Im eigenen Takt

aus dem Album ADHS II · 247.blue

Übersetzung

Ich wach auf in zu vielen Lichtern, tausend Wege schrein: „Jetzt geh!“ Ich fang an, mich zu verzetteln, weil mein Herz zu schnell versteht. Will die Stille fest umarmen, doch sie zerrinnt in meiner Hand – und ich such den einen Rhythmus, der mich hält, nicht mich verbannt. Und doch – das Unmögliche geht, wenn der Takt dich versteht. Kein Mensch, kein Plan kann dir sagen, wie du bleibst und doch gehst. Du musst fühlen, nicht folgen, musst hören, bevor du sprichst. Denn das Unmögliche geht, wenn du dich im Takt erblickst. Ich will’s richtig, will’s genau, mach die Ordnung zum Gebet. Doch je mehr ich sie bewahre, desto mehr zerfällt das Jetzt. Dann halt ich kurz den Atem, spür die Welt – und lass sie sein. Und die Stimmen werden leiser, doch nicht mehr klein. Und doch – das Unmögliche geht, wenn der Takt dich versteht. Kein Mensch, kein Plan kann dir sagen, wie du bleibst und doch gehst. Du musst fühlen, nicht folgen, musst hören, bevor du sprichst. Denn das Unmögliche geht, wenn du dich im Takt erblickst. Jetzt seh ich mich von außen laufen, seh, wie mein Herz sich selbst verfolgt. Doch ich bleib stehn und hör den Boden, wie er leise weiterrollt. Jede Welle, jedes Zucken, ist kein Fehler, sondern Klang – ich halt nichts mehr, ich halte an.

Die Zeilen kamen nicht gleichmäßig. Sie hatten ihren eigenen Takt – nicht deinen.

Wie klingt dein eigener Takt, wenn niemand mitzählt?

„Im eigenen Takt“ hören: Spotify · Apple Music