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ADHS I – Album Cover

ADHS I

247.blue

2026 · Kristian Luge · 12 Liedtexte

01

Herzfrequenz

Normal sein trägt ein fremdes Kleid, genäht aus Pflicht und Disziplin, ich zwäng mich rein, bis meine Haut in stummen Wellen flieht nach innen. Nur wenn ich echte Farben dämme, passt die Form ins Schablonenlicht – doch jedes Schweigen kostet Atem, jedes Ja versteckt ein Ich. Meine Welt fährt keine Geraden, sie kurvt im Takt von Jetzt und Glut; ich stürze ohne Funkenregen, steh nur auf, wenn Staunen ruft. Begeisterung ist mein Benzin, sie brennt sofort, sie brennt total, und wo sie fehlt, werd ich zu Staub, lieg schwer im grauen Normal. Ich leg mein Ohr ans Herz, hör das wilde Morseklopfen, zwischen Zuneigung und Abneigung schlägt der wahre Nordpol offen. Keine Grenzen, keine Linie – nur ein helles inneres Land; wenn ich’s liebe, lebt mein Körper, und das Normale hält die Hand. Sag mir, wo die Grenzen liegen – meine Sprache kennt sie nicht; alles, was mich ganz berührt, fließt sofort in mein Gesicht. Ich bin Wolke, ich bin Wasser, überschreite ohne Plan, doch nur wer Meere überläuft, spürt, wie tief man atmen kann. Manchmal denk ich, ich sei falsch verdrahtet – doch was, wenn Kabel direkt zur Sonne gehen? Wenn Authentizität der Strom ist, muss Normalität nur lernen, ihn zu sehen. Ich leg mein Ohr ans Herz, hör das wilde Morseklopfen, zwischen Zuneigung und Abneigung schlägt der wahre Nordpol offen. Keine Grenzen, keine Linie – nur ein helles inneres Land; wenn ich’s liebe, lebt mein Körper, und das Normale reicht mir die Hand.
02

Zu Viel

Mein Kopf ist eine Stadt zur Rushhour, ohne Ampeln, ohne Plan, alle Wege wollen gleichzeitig, keiner kommt allein voran. Ein Blick, ein Zucken deiner Stirn — schon stürzt ein Kartenhaus, ich höre Schatten zwischen Wörtern, male Ablehnung daraus. Ich halte Atem an in Räumen, die zu laut sind und zu dicht, ich will zuhören, doch das Innen brüllt mir ins Gesicht. Du sagst nur: “Passt schon, halb so wild”, ich höre: “Geh lieber fort.” Ich weiß, es steht so nirgends drauf — doch so spricht’s in mir sofort. Ich platze mitten in Gedanken, rette Fäden, die entfliehn, verliere Namen, halte Nähe, doch vergesse oft den Sinn. Ich sage zu viel, zu schnell, zu ehrlich, ich will nur, dass du’s weißt, wie sehr mir deine kleinen Zeichen ganze Wetter machen: Geist. Ein Augenrollen trifft wie Donner, ich such Schuld in jedem Ton, ich sammel Scherben, bis die Taschen reißen, und ich bleib’ schon. Ich übe leise, dich zu fragen: “War das wirklich so gemeint?” Doch davor hab’ ich tausend Filme, wo die Bühne gegen mich scheint. Sieh mich hinter meinem Rauschen, bleib, auch wenn es viel erscheint. Frag, bevor du still mich deutest, was mein Herz gerade meint. Sag nicht: “Sei doch einfach anders”, teil mit mir den Zwischenraum, dann verwandelt sich mein Zweifel in ein kleines Stück von Traum. Ich trage Masken aus Kalendern, kleb’ mir Regeln ins Gesicht, damit kein Funke überläuft und wieder etwas zwischen uns zerbricht. Ich lächle tapfer über Pausen, die ich eigentlich bräucht’, bis mir der Boden unter Sätzen wie ein dünnes Eis wegäugt. Ich will so gern verlässlich scheinen, bin’s in Liebe, nicht in Zeit, die Uhr ist mir ein scheues Tier, das selten neben mir verweilt. Wenn ich zu spät komm’, komm’ ich trotzdem — mit der Seele unterm Arm, und hoffe, dass du siehst, dass ich dich meine. Dass es reicht und warm. Stell dir vor, wir bauen Brücken aus drei einfachen “Ich hör’”, aus “Meinst du das so?” und “Danke, dass du bleibst, auch wenn es stört.” Stell dir vor, ein offnes Zimmer, wo mein Sturm nicht stören muss, wo dein Blick nicht Kanten zählt, sondern meinen ersten Mut zum Kuss. Stell dir vor, ich nenn’ die Wunden, ohne dass ich kleiner bin, wir zählen nicht, was fehlt, nur das, was wächst, wenn wir beginnen. Und ich steh’ mitten in mir drin und plötzlich ist es klar: Ich bin nicht falsch, nur anders laut — und du sagst: “Ich bin da.” Sieh mich hinter meinem Rauschen, bleib, auch wenn es viel erscheint. Frag, bevor du still mich deutest, was mein Herz gerade meint. Sag nicht: “Sei doch einfach anders”, teil mit mir den Zwischenraum — und hör mein leises, großes Ja: So fühlt sich Verstehen an.
03

D - Dopamin

Du stellst die Tasse hin – sie kippt, du fragst dich, wie das ging, dein Kopf war weiter vorne, schon beim nächsten Ding. Du siehst die Augen der anderen, enttäuscht, weil du’s vergaßt, dabei wolltest du doch alles – und hast wieder nichts geschafft. Nimm D-Dopamin, und du wirst mich sehen, plötzlich merkst du, wie Gedanken auseinanderwehen. Nimm D-Dopamin, und du wirst verstehen, warum ich falle, wo du einfach stehenbleibst im Gehen. Und es gibt keine Fragen mehr – die Welt dreht sich verkehrt und doch so klar, so fair. Ich rede mitten rein, zu laut, zu schnell, zu viel, mein Herz schlägt immer vorne, ich verlier das Spiel. Und wenn die Wut herausbricht, ist sie kein Plan, kein Trick, es ist nur ehrlich, roh und direkt, manchmal zerstört das Glück. Nimm D-Dopamin, und du wirst mich hören, jeden Funken, der zu hell ist, jeden Sturm, der kann zerstören. Nimm D-Dopamin, und du wirst verstehen, dass ich nicht schweige, weil ich lüge, sondern weil die Welten drehen. Und es gibt keine Fragen mehr – die Welt dreht sich verkehrt und doch so klar, so fair. Ich fang mit tausend Sachen an, doch bring nur wenig heim, meine Wege sind wie Feuerwerk, nicht wie eine Linie fein. Und wenn ich still am Boden lieg, bin ich nicht schwach, nur leer, ich brauch den Funken, der mich trägt – sonst trag ich mich nicht mehr. Stell dir vor, du bist ich – nur für einen Tag, dein Wille reicht nicht aus, egal, wie sehr du’s magst. Dann würdest du verstehen, dass Stärke anders klingt, dass man im Chaos wächst – und doch im Herzen singt. Nimm D-Dopamin, und du wirst mich sehen, jede Grenze, die zerfließt, jedes Jetzt, das bleibt bestehen. Nimm D-Dopamin, und du wirst verstehen, dass ich nicht anders will, ich bin nur anders im Gehen. Und es gibt keine Fragen mehr – die Welt dreht sich verkehrt und doch so klar, so fair.
04

Ich Hab’s Versucht

Ich hab Listen voller Kreuze, Pläne, die im Morgen steh’n. Und doch, wenn ich die Türe öffne, bleib ich vor dem Anfang steh’n. Ich hab’s gewollt, ich schwör dir tausend Male – doch mein Kopf dreht sich im Kreis. Und während andere Schritte zählen, stürzt bei mir das Maß in Eis. Ich hab’s versucht, mehr als sie glauben, bin gefallen, wieder aufgestanden. Es ist kein Mangel an Wollen – es ist ein Kampf mit unsichtbaren Wänden. Und auch wenn keiner es versteht, ich hör mein Herz: „Gib niemals auf.“ Ich hab’s versucht, ich tu’s noch immer – das hört erst mit dem Letzten auf. Stell dir vor, die Brücke ist vor dir, doch sie schwankt bei jedem Schritt. Jeder Meter kostet Kräfte, die du morgen schon nicht mehr hast. Und du springst, wenn andre gehen, weil dein Boden sonst zerbricht. Du brennst in Stürmen, wo sie atmen, und doch verlierst du selten Sicht. Ich hab’s versucht, mehr als sie glauben, bin gefallen, wieder aufgestanden. Es ist kein Mangel an Wollen – es ist ein Kampf mit unsichtbaren Wänden. Und auch wenn keiner es versteht, ich hör mein Herz: „Gib niemals auf.“ Ich hab’s versucht, ich tu’s noch immer – das hört erst mit dem Letzten auf. Und manchmal glaub ich selbst den Stimmen: „Du bist zu schwach, du bist zu viel.“ Doch dann seh ich mein Feuer brennen – ich weiß, mein Wille ist mein Ziel.
05

Chaos Klang

Peitsch dein Chaos in die Spur, schalt den Lärm in dir doch aus, schnür Gedanken in Tabellen, dann ziehst du auch was Gutes draus. Faulheit frisst dein Himmelslicht, heißt es, und man wirft dir nach: Du bist Meteor aus Möglichkeiten – und verglühst duoch jeden Tag. Ich start mit Sternkarten im Kopf, doch schon beim Morgenwind verwehen die Koordinaten, weil der Kompass irrlichtert ist und blind. Sieben Apps blinken wie Bojen – ich greif, doch sie entgleiten, und die Zeit fließt wie ein Strom, der jeden Brückenpfeiler meißelt. Frag, bevor du Urteile gießt, welche Strömung mich verschlingt; reiche mir dein Rhythmusseil, bis mein inneres Schiff anlegt. Wenn dein Takt mein Taumeln hört, wird das Rauschen Melodie: Chaos klingt in Dur und Moll – und wir tanzen Symphonie. Stell dich nicht so an, sagt man, dein Donner sei nur Show; alle spüren mal Gewitter, mach es kleiner, lass es los. Vielleicht hast du Pillen vergessen, flüstert man wie kalter Rauch, sonst wär dein Ozean gefroren und dein Sturm schon lange flau. Dein Augenrollen bohrt wie Splitter in das dünne Eis der Brust, mein Herz schreibt Abschiedsbriefe, bevor ein Wort sich löst. Hyperfokus trägt mich nächtelang durchs Flammenlabyrinth, bis die Welt im Morgenlicht mein taumelndes Gerippe find’t. Sprich in leisen Farben, hör das Echo meiner See; lass uns Wind in Segel teilen, statt im Sturm gegeneinander stehn. Ein schlichtes „Ich bleib bei dir“ trägt stärker als jeder Mast – und aus Bruchstücken bauen wir Himmel, der uns beide atmen lässt.
06

Stasis Machine

Stillstand. Alles drängt. Aber nichts bewegt. Mein Kopf wie eine Straße im Stau, Motor läuft, doch die Bremse bleibt drauf. Tausend Stimmen, alle reden zugleich, ich bleib sitzen, als wär ich aus Blei. Der Kaffee wird kalt auf dem Tisch, der Anruf blinkt, doch ich heb ihn nicht. Du wartest schon längst an der Tür, mein Herz rennt, doch ich steh nur hier. Ein Schalter klickt, ein Funke springt, die Welle rollt – doch sie bricht nicht. Ein Takt zu früh, ein Takt zu spät, die Hand am Griff – doch der Hebel klemmt. Der Körper voll Strom, doch die Leitung brennt durch, der Wille so stark, aber fest in der Flut. Ich zähl die Sekunden, bis irgendwas kippt, doch der Augenblick klebt – und er lässt mich nicht los. Ich tu es – ich tu es nicht – Ich tu es – ich tu es nicht – Ich tu es – ich tu es nicht – Ich tu es – ich tu es nicht –
07

Mach’s Jetzt

Die Teller klirren, ein Satz ruft von oben, die Spülmaschine bleibt halb offen zurück. Ich weiß, wenn ich’s liegen lasse, verläuft mir der Faden, verliert sich mein Glück. Also geh ich hoch, druck’ schnell den Zettel, und sag mir nur: Ich komm zurück – denn die Maschine wartet, nicht mein Kopf auf sie. Mach’s jetzt, wenn der Funke kurz aufflammt, bevor er entflieht. Mach’s jetzt, denn ein schiefer Schritt im richtigen Moment verdient. Mach’s jetzt – weil dein eigener Takt mehr hält als jedes schöne „Mach erst das, dann das“. Müll, Dose, Schlüssel – die frühe Parole, jeder zieht mich in seine Spur. Ich lege ab, ich nehme auf, baue mir Zeichen an jede Tür. Kleine Umwege fügen sich plötzlich, wie ein Muster, das nur ich seh’ – und alles passt, weil ich’s im Gehen dreh’. Mach’s jetzt, wenn ein frischer Gedanke kurz vor dir steht. Mach’s jetzt, bevor er kippt, bevor er unbemerkt verweht. Mach’s jetzt – nicht weil’s logisch wirkt, sondern weil’s für dich stimmt. Die Welt spricht von Reihen, geraden Bahnen, von Schritten, die schön sortiert. Doch Ordnung ist für mich eine Lichtung, die auftaucht, wenn Bewegung führt. Folge ich ihrem Takt, verlier ich mich schneller, als ich den zweiten Schritt versteh’. Folge ich meinem – kommt alles zueinander wie feiner Schnee.
08

Immer

Immer Immer Ich vergesse wieder Kleines, Türen, Worte, Namen, die Zeit rennt Spurlos, ich verliere Takt. Ich will dich nicht verletzen, Zeichen rutschen durch, pünktlich sein ein Wunsch, den Alltag selten packt. Es bleibt, was bleibt – ich lerne nur, es leichter zu verwalten, ich dreh’ die Schärfe runter, doch das Muster bleibt erhalten. Immer wird’s so bleiben – und doch: ich geh nicht unter, die Schnitte brennen kurz, die Haut wird wieder warm. Immer werd’ ich fehlen – doch kehr zu dir zurück, nenn meinen Fehler beim Namen, ohne Schau. Dreht meine Welt anders als deine Stunden, halt’ ich mich fest an uns – und finde Grund. Ich rede tausend Bilder, stolper’ in dein Wort, zu helles Lachen, dann zu schnelles Weinen. Nicht alles filterbar, was Räume heute tragen, mal laut vor Liebe, dann plötzlich ganz still. Es bleibt, was bleibt – ich übe weich, statt hart zu heilen, ich leg’ die Hand auf Wunden, ohne Ausreden zu teilen. Immer wird’s so bleiben – doch wir sinken nicht, wir tragen unsere Muster wie ein wetterfestes Kleid. Immer wird’s so schneiden – doch wir zerreißen nicht, wir halten uns im Da-Sein, nicht im makellosen Kleid. Misst uns die Welt mit stummen Kunde, sag ich: Ich seh dich ganz – und finde Grund. Bin ich zu hell, nimm mir sanft ein wenig Leuchten, bin ich zu still, bleib als leiser Zeuge hier. Wir lernen, ohne uns endlos zu beschwichtigen, Vertrauen hat Geduld – und zählt nicht jede Tür. Immer – ich falle, steh wieder – geh nicht unter. Immer – schmerz, bleib warm – ich bleib im wunder. Immer – ich seh dich ganz um mich – Schneidet es wieder, sing ich: Ich breche nicht.
09

Enttäuschung und Wind

Du sagst: Du bringst alles durcheinander. Alles fällt, wenn du’s vergisst. Ich steh im Staub von deinen Stürmen, und keiner weiß mehr, wo er ist. Ich sag: Du willst Halt und findest keinen, wenn ich falle, fällst du mit. Und deine Ordnung bricht in Stücken, weil mein Chaos Spuren zieht. Nicht du musst werden, nicht ich mich ändern, wir tragen beide, wie wir sind. Und zwischen Chaos und deinen Linien findet sich der neue Wind. Du sagst: Ich hab gehofft, du würdest tragen, doch deine Hände lassen los. Ich bau auf dich, und doch erliege ich immer wieder deinem Chaos. Ich sag: Du fürchtest, allein zu bleiben, mit der Last, die übrig ist. Du brauchst Ruhe, feste Linien – doch ich bringe dir den Riss. Nicht du musst werden, nicht ich mich ändern, wir tragen beide, wie wir sind. Und zwischen Chaos und deinen Linien findet sich ein neuer Wind. Ein Blick kann sich verschieben, ein Atem öffnet Raum. Du suchst nach deinen Tasten, ich löse meinen Zaun.
10

Sternenregen

frisches Brot, der Tag war neu. Du standst da mit offenen Augen, und alles war möglich, alles war voll. Es war nie gegen dich, nur mein Herz war irgendwo. Doch ich will zurück zu dem Sternenregen, den du in mir sahst. Die Lichter der Welt haben gerufen, ich rannte, verlor dein Gesicht. Nicht aus Kälte, eher getrieben, wie ein Vogel, der den Himmel sucht. Es war nie gegen dich, es war nur mein Weg im Fallen. Doch ich will zurück zu dem Sternenregen, den du in mir sahst. Ich merke, ich halte nicht stetig, ich lebe in Pulsen, mal hell, mal leer. Doch jeder kleine Schritt, jeden Morgen, schreibt eine neue Spur zu dir. Es war nie gegen dich, es war nur mein Herz im Suchen. Doch ich will zurück zu dem Sternenregen, den du in mir sahst. Ein Zettel am Spiegel: „Ich denk an dich.“ Ein Anruf im Regen: „Vergiss mich nicht.“ Ein Lächeln am Abend, ein Blick, der bleibt. So halte ich fest, was mir sonst entgleitet. Und ich sag dir jetzt: Es war nie gegen dich, es war nur mein Weg ins Lernen. Doch ich will zurück zum Sternenregen, komm, wir gehen Schritt für Schritt.
11

Stop The Feelin

feelin the feelin Aber mein Kopf ist bunt Stop the feelin keine Grenze Und es tut nicht weh Weil es sich gut anfühlt Natürlich explodiert Kraft sich bewegt Die Welt ist in Ordnung Damit komme ich nicht klar Die Welt ist in Ordnung Sagen sie mir Ich explodiere und es fühlt sich gut an Meine Natur kostet mich keine Kraft Ich lebe, ich lebe Das tut gut step tron
12

Pinguin, Lauf Nicht Gerade

Ich hab gelernt, wie man sich hält, wenn’s still wird in den Gängen. Hab meine Farben zugedeckt, um keinem aufzufallen. Hab Listen geschrieben, die nie zu mir gehör’n, und dachte, das sei Stärke, nichts mehr zu spür’n. Doch ich lauf nicht gerade, ich lauf im Kreis, mal laut, mal leise, mal quer durchs Eis. Ich find meinen Weg, wenn die Linien sich biegen. Ich brauch kein Ziel, um mich zu lieben. Ich war der Pinguin an Land, der stolpert, wenn er rennt. Doch unter Wasser, bin ich der, der die Welt erkennt. Und jetzt lern ich wieder schwimmen, nicht, weil’s jemand verlangt, sondern weil ich dort atme, wo ich einst versank. Denn ich lauf nicht gerade, ich lauf im Kreis, mal laut, mal leise, mal quer durchs Eis. Ich find meinen Weg, wenn die Linien sich biegen. Ich brauch kein Ziel, um mich zu lieben. Man sagt, Ordnung sei Frieden, doch für mich ist sie still. Ich such kein System, ich such, was schwingen will. Und wenn du mich halten willst, halt mich im Wind – dort, wo alles beginnt.